Was bleibt.

Archiv der erzählenden Dinge

Ich finde, wir sollten uns im 30. Jahr der Deutschen Einheit mehr denn je um einen komplexen Blick auf die Geschichte der DDR und den Alltag ihrer Bürger bemühen. Denn das Leben in der DDR war trotz Diktatur komplex und widersprüchlich. DDR-Bürger mussten in einer geschlossenen Gesellschaft ihr Leben gestalten, haben unterschiedliche Erfahrungen mit dem System gemacht, waren politisch passiv oder aktiv. Wenige hatten den Mut zu einem offenen kritischen Verhalten gegenüber der Obrigkeit. Ungeachtet aller verschiedenen Erfahrungen gibt es das Bedürfnis nach sozialer Anerkennung des eigenen Lebens. Je höher das Interesse an Lebenswirklichkeiten ehemaliger DDR-Bürger ist, je mehr entsprechende Geschichten und Erfahrungen mitgeteilt werden, desto mehr wird Schwarz-Weiß-Malerei, Verklärung und Nostalgie verschwinden.

Positive Erinnerungen mit der DDR verbinde ich u. a. damit, dass eine breite Vielfalt an guter Literatur für jedermann kostengünstig zu erwerben war. Beispiel sind die Taschenbücher der Weltliteratur und die Romanzeitungen für 80 Pfennige der DDR.

Konsumartikel wie Küchengeräte und dergleichen wurden nachhaltig hergestellt für eine lange Lebensdauer. Sie funktionieren nach wie vor und ich benutze sie noch heute, wie einen Toaster und dieses Mixgerät.

Ein Gedanke zu “Ehrenfried: Komplexe und widersprüchliche Realitäten der DDR

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